Gastfreundliches Kroatien

Ein gastfreundliches Kroatien war in den Jahren 1991 bis 1995 kaum vorstellbar, tobte zu dieser Zeit doch ein fürchterlicher Bürgerkrieg in dem ehemaligen Teilstaat Jugoslawiens. Eigentlich war es auch weniger ein Bürgerkrieg, sondern mehr ein Unabhängigkeitskrieg, wollte sich Kroatien doch – wie alle anderen Teilstaaten – von Jugoslawien loslösen. Schließlich entschieden das immerhin 93,2 Prozent aller Kroaten in einem Referendum.

Und diese Unabhängigkeit erklärte das (damals noch) gastfreundliche Kroatien 1991, was sogar international anerkannt wurde. Den Serben und dem (untergehenden) sozialistischen Staat Jugoslawien passte das jedoch wiederum nicht und ein Krieg sollte Kroatiens Unabhängigkeit abwenden. Diesen gewann schlussendlich allerdings Kroatien, welche zudem international unterstützt wurden – damit gab es quasi ein Comeback des gastfreundlichen Kroatien.

Ganz so schnell sollte es allerdings nicht gehen und Jahre des Wiederaufbaus wurden investiert. Heute jedoch sind die Spuren des Bürgerkrieges verschwunden und man kann den kleinen Staat an der Adria wieder ein gastfreundliches Kroatien nennen. Ein Kroatien Ferienhausnach dem anderen entsteht um auch ein Stück des Tourismus-Kuchen zu ergattern.

Tatsächlich ist der kleine und noch junge Staat, welcher seit 1995 unabhängig ist, ein echter Geheimtipp speziell für Urlauber. Denn (noch) sind Hotels, Ferienwohnungen und ganze Ferienhäuser für relativ wenig Geld zu bekommen und gegenüber Urlaubsparadiesen wie Mallorca, Zypern oder andere Gebiete billig. Auch die sonstigen „Annehmlichkeiten“ wie Restaurants oder Clubs sind preiswert – wie lange allerdings noch, ist ungewiss. Besonders beliebt ist ein Familienurlaub in Istrien-Kroatien.

Denn das gastfreundliche Kroatien erkennt immer mehr den Wert des Tourismus und weiß das Geld der internationalen Urlauber zu schätzen. Zudem lebt der Adria-Staat heute friedlich mit seinen Nachbarn und ehemaligen (Staats)Genossen zusammen: im Norden Slowenien und Ungarn, im Osten Bosnien, Serbien und Herzegowina und schließlich Montenegro im Süden.

Seit 2004 ist das gastfreundliche Kroatien sogar Beitrittskandidat der Europäischen Union und könnte möglicherweise schon 2009 das „ja“ erhalten. Dieser Beitritt wäre natürlich speziell für Urlauber nicht schlecht, könnte dann doch bald auch der Euro die kroatische Währung „Kuna“ ablösen – was allerdings wohl so schnell nicht geschehen wird. Zudem wird Kroatien sich damit endgültig den europäischen und internationalen Urlaubern öffnen, die Preise werden dann jedoch mit ziemlicher Sicherheit steigen.

Dass die Preise für eine Unterkunft Kroatien jedoch eines Tages in die Höhe klettern – ob mit oder ohne EU und Euro – dürfte jedoch gewiss sein, denn allein die geografischen Gegebenheiten sind ideal für ein Urlaubsparadies. Schon die Küstenlänge des gastfreundlichen Kroatiens beträgt an die 1.800 Kilometer und nimmt man die unzähligen verträumten – und für Touristen zugänglichen – Inseln hinzu, kommt der Adriastaat sogar auf 6.176 Kilometer Küste. Selbst hohe Berge gibt es in Kroatien zu besteigen…

Vis ist neben Hvardie von der Küste am weitesten entfernte kroatische Insel. Über die hohe Insel erstrecken sich drei Gebirgszüge mit Erhöhungen bis zu 600m. Im 3. vor christlichen Jh. war Vis von einem alten Volk mediterraner Herkunft bewohnt. Diese Einwohner wurden von den Illyrern verdrängt, die Vis Ende des 2. Jahrtausends besiedelt und mitte des 1. Jahrtausends dort ihren Staat gegründet haben. Der Grieche Demitros der Ältere, Tyrann aus Syrakus, gründete im 4. Jh. v. Chr. Seine Kolonie Issa. Von 219 v. Chr. War Vis unter den Römern. Im Mittelalter, etwa um das Jahr 1000 wurde Vis von den Venezianern erobert und war danach unter der Herrschaft der ungarisch-kroatischen Könige. Von 1420 kam es wieder Venedig. 1805 stand es kurzfristig zuerst unter französischer, dann russischer und dann englischer Verwaltung, um aufgrund der Bestimmungen des Wiener Kongresses wieder an die österreichische Monarchie zu kommen. 1866 versuchte die italienische Flotte einen Einfall auf die Insel, erlitt jedoch eine schwere Niederlage durch die österreichische Flotte unter Admiral Tegethoff.

Schüleraustausch

Bewirbt man sich im späteren Leben um einen Ausbildungsplatz, so hat ein Schüler mit Auslandserfahrung bessere Chancen, als die Schüler, die noch nie im Ausland waren. Austauschschüler erweitern ihren Horizont und ihre Kenntnisse in einer Fremdsprache. Ein Interkultureller Austausch ist also positiv zu bewerten und fördert den Horizont und das Verständnis für andere Lebensweisen. Jedes Jahr werden zahlreiche Plätze für einen Schüleraustausch angeboten. Doch meistens ist die Nachfrage größer als die Anzahl der Plätze. So müssen sich zahlreiche Schüler mehrmals bewerben um einen solchen Platz zu bekommen. Manche bekommen einen solchen Platz nie. Wer einmal im Ausland war, der vieles gelernt.

Der Deutsche nennt es unbeholfen „Kwar“, die einheimischen Kroaten viel sanfter „Hvar“ und wie eine Stadt eines griechischen Epos klingt es von den Hellenen als „Pharos“ und doch beschreiben sie alle ein kleines Inselreich der Erholung, ein Kleinod in der dalmatinischen Adria, die Urlaubsinsel Hvar, die schon beinahe verträumt von italienischen Lippen als „Lesina“ geht. Mit einer in die Jahrtausende gehenden Kultur vermag diese Insel jeden Wunsch nach dem Erfahren und Erfühlen der dalmatischen, der kroatischen Historie erfüllen, die hier wie in Sandstein als Zeugnis ihrer Geschichte geschlagen scheint.

Archive